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Meine LaShoe Story

NIE WERDE ICH DAS GEFÜHL VERGESSEN, WIE ES WAR, DAS ERSTE MAL IN MEINEM LEBEN DURCH NEW YORK CITY ZU LAUFEN. AN MEINEN FÜSSEN: MEINE HEISS GELIEBTEN SCHNÜRSCHUHE. BOOTS, DIE ICH EIGENTLICH IMMER TRUG. ICH FÜHLTE MICH STARK IN DIESEN SCHUHEN UND GUT GERÜSTET FÜR MEIN JAHR IN DER FREMDE.

„Eigentlich sollte ich nach dem Abi direkt studieren. Ich bin dann lieber erst für ein Jahr als Au Pair nach New York gegangen. Meine Großmutter kaufte mir zu diesem Zweck ein paar Schuhe, die ich mir nie hätte leisten können. Rahmengenähte Boots im Budapester Style. Ihr Kommentar dazu: Amerikaner tragen alle nur Turnschuhe, aber Du hast Stil und bekommst von mir ein Paar Schuhe, mit denen Du immer perfekt gekleidet bist. Aber putzen solltest Du sie regelmäßig. Oma hatte Recht. Ich fühlte mich großartig in diesen Schuhen und sah selbst in Jeans noch stylisch aus. Meine Gastfamilie schaute mir auch auf die Füße, als ich sie kennenlernte. Das glaubte ich zumindest.

ES LIEF GUT FÜR MICH. 

Mit den Kindern meiner Gastfamilie hatte ich großes Glück. Sie haben mich sofort akzeptiert und mich die „nanny with the boots“ genannt. Als ich die ersten zwei Monate mit zugegeben ein bisschen Heimweh verbracht hatte, begann ich meine Sight Seeing Touren in New York City auszudehnen. Was für eine unglaubliche Stadt, ich lief unermüdlich von Block zu Block, die Avenues rauf und runter. Meine Boots wurden zu Siebenmeilenstiefeln. Ein besonderer Anziehungspunkt am Wochenende war der Washington Square Park an der NYU, der New York University. Dort verabredete ich mich Freunden, die ich mittlerweile hatte und genoss die coole Atmosphäre unter all diesen internationalen Studenten, Musikern und natürlich auch Touristen.

Und wieder waren es meine Boots ...

An einem „sunny lazy afternoon“, ich hatte es mir gerade mit einem Coffee to go bequem gemacht, lief ER mir über den Weg. Student aus Deutschland, Auslandssemester an der NYU, Anfang 20, braune Haare, ebensolche Augen, ein unverschämtes Lächeln und er trug: meine Rahmen genähten Boots, allerdings bestimmt vier Nummern größer als meine. Ich war sofort hin und weg. Wir haben uns erst einmal nur angestarrt, abwechselnd ins Gesicht und dann wieder auf die Schuhe. Er macht den Anfang mit einem nicht besonders einfallsreichen „where are you from?“ woraufhin ich, denn sein Akzent war unverkennbar, sagte „aus Deutschland, genau wie Du“. Er lachte, machte mir das Kompliment, dass ich sehr schöne Schuhe hätte und von diesem Tag an haben wir uns nie wieder getrennt. Also höchstens für kurze Zeit, weil mein Aufenthalt in New York schneller vorbei war als seiner. 

Ich habe angefangen in Münster zu studieren, er kam hinterher und rückblickend muss ich sagen, dass sich meine Einstellung zu guten Schuhen nie geändert hat. Unsere Boots waren natürlich diverse Male beim Schuster und stehen noch heute als Erinnerung in unserem Schrank. Dass unsere Kinder die Geschichte unseres ersten Treffens nicht mehr hören können, ist auch klar, aber wir lassen sie immer noch unter uns beiden regelmäßig Revue passieren. Mittlerweile trage ich natürlich mehr als immer das gleiche Paar Schuhe und ich bin ehrlich gesagt keine einfache Kundin. Bequeme Schuhe, die fantastisch aussehen, sind eben nicht wirklich leicht zu finden.“

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