hallux Ratgeber

Hallux-valgus-OP:
Vorsorge, Methoden, Nachsorge

Hallux valgus mit einer OP korrigieren: Infos und Tipps

Manche sehnen eine Operation ihres Hallux valgus herbei, andere scheuen sich trotz Schmerzen vor diesem Schritt. Nicht immer ist eine OP notwendig. Weite und bequeme Schuhe, unterstützende Einlagen und leicht korrigierende Bandagen können ebenfalls schmerzlindernd wirken und den Fuß wieder etwas gerade rücken. Doch hat sich erst einmal ein Hallux valgus ausgebildet, ist es schwer, den Fortschritt der Fehlstellung aufzuhalten. Spätestens, wenn die Schmerzen zu einem ständigen Begleiter werden, kommt vielen Betroffenen eine Hallux-valgus-OP in den Sinn.

Wie jede andere Operation birgt auch dieser Eingriff mögliche Risiken. Neben den normalen Risiken einer Operation und Vollnarkose kann es sein, dass auch hinterher noch Schmerzen auftreten. Aus diesem Grund muss gemeinsam mit einem Arzt genau abgewogen werden, ob eine Operation die beste Behandlungsmethode ist, oder zunächst andere Maßnahmen ergriffen werden können, die einer Hallux-valgus-OP womöglich vorbeugen.

Hallux valgus: Wann ist eine OP sinnvoll?

Grundsätzlich wird eine operative Hallux-valgus-Korrektur nie allein aus kosmetischen Gründen durchgeführt. Doch während noch vor einigen Jahren die Operation meist nur dann empfohlen wurde, wenn der Betroffene kaum noch richtig laufen konnte, wird sie mittlerweile auch bei weniger dramatischen Fällen angewandt. Der Vorteil: Je weniger die Fehlstellung und Verformung der Fußknochen fortgeschritten ist, desto kleiner ist der Eingriff. In solchen Fällen können sanftere Operationsmethoden zum Einsatz kommen, und die Heilung nimmt weniger Zeit in Anspruch.

Doch welche Anzeichen sprechen dafür, eine Operation des Hallux valgus in Erwägung zu ziehen, und welche Folgen könnte es haben, wenn die OP zu lange hinausgezögert wird?

Wann sollte operiert werden?

  • Schmerzen beim Gehen schränken die Mobilität spürbar ein
  • Bequeme Schuhe, Bandagen, Einlagen und Schienen bringen keine oder kaum eine Verbesserung
  • Auch beim Liegen und Sitzen schmerzt der Fuß
  • Der Hallux valgus verschlimmert sich sicht- und spürbar
  • Insgesamt Verlust an Lebensqualität aufgrund der Schmerzen

Langzeitfolgen bei Verzicht auf eine OP

  • Der große Zeh drückt alle weiteren Zehen zusammen und verformt sie
  • Hammer- oder Krallenzehen kommen zum Hallux valgus hinzu
  • Schmerzen im Mittelfuß, weil die Großzehe nicht mehr normal aufgesetzt wird
  • Arthrose im Großzehengrundgelenk, die zunehmend zu einer Versteifung führen kann
  • Der Ballen entzündet sich ständig, wodurch die Gelenkkapsel immer schwächer wird – die Fehlstellung wird immer ausgeprägter
  • Der Schongang führt zu Schäden im Sprunggelenk, den Knien und der Hüfte
  • Aufgrund des unsicheren Tritts steigt auch die Sturzgefahr

Operationsmethoden bei Hallux valgus

Es gibt weit über 100 verschiedene Operationsmethoden bei Hallux valgus, die sich häufig jedoch nur wenig unterscheiden und grob drei Kategorien bilden:

  • Eine reine Operation der Weichteile wie Sehnen und Kapseln
  • Ausschließlich eine Korrektur am Knochen
  • Eine kombinierte Behandlung von Weichteilen und Knochen 

Generell ist das Ziel der Hallux-valgus-Korrektur, dass der große Zeh und alle Mittelfußknochen wieder ihre normale Position einnehmen. Zudem müssen die Sehnen und Bänder in ihrer Länge angepasst werden, damit sie den großen Zeh optimal unterstützen. Dafür kommen verschiedene Maßnahmen an unterschiedlichen Teilen des Fußes infrage:

  • Sehnen: Eine Verkürzung oder Verlängerung ist in der Regel notwendig, damit sie an ihren ursprünglichen Platz gebracht werden und Zug aufbauen können.
  • Sesambeinchen: Sie führen die Sehnen und müssen rechts und links vom Großzehenknochen liegen.
  • Gelenkkapsel: Sie ist durch die Fehlstellung gedehnt. Das Kapselgewebe muss daher gerafft werden, damit der große Zeh an seinem Platz bleibt und wieder beweglich ist.
  • Knochen: Je nach Schweregrad muss der Knochen durchtrennt und in einem neuen Winkel wieder zusammengesetzt werden. Die Knochenumstellung wird als Osteotomie bezeichnet und ist an verschiedenen Stellen des Knochens möglich – je nach Ausprägung der Fehlstellung entweder oberhalb oder unterhalb des Großzehengrundgelenks. Dabei kommen häufig Metallschienen und Schrauben zum Einsatz.
  • Gelenk: Hat sich im Großzehengrundgelenk eine starke Arthrose gebildet, ist es manchmal notwendig, das Gelenk zu entfernen oder zu versteifen. Das schränkt die Beweglichkeit zwar ein, hilft in der Regel jedoch zuverlässig gegen die Schmerzen.

Nach der Operation des Hallux valgus:
Dauerhaft gesunde Füße

Bei einem beidseitigen Hallux valgus erfolgen die Operationen in der Regel nacheinander, damit eine Schonung des frisch operierten Fußes gewährleistet ist. Idealerweise liegen mindestens 3 Monate zwischen den Eingriffen. Für einige Wochen nach der OP muss der Patient eventuell spezielle Vorfußentlastungschuhe tragen und den Fuß möglichst wenig belasten. Dabei spielt es auch eine Rolle, ob Schienen oder Schrauben verwendet wurden oder nicht. Diese verbleiben häufig im Knochen, wenn sie den Patienten nicht stören oder beeinträchtigen.

Ein erneutes Auftreten von Hallux valgus nach einer OP ist leider nicht komplett auszuschließen. Sie können jedoch einiges tun, um Ihre Füße gesund zu halten. Dafür sollten Sie nicht nur in den ersten Wochen und Monaten nach der OP sondern langfristig weite Socken und Schuhe tragen, regelmäßig Fußgymnastik machen und so oft es geht barfuß laufen. Bequeme Schuhe sind dabei schon längst nicht mehr gleichbedeutend mit klobigen und unattraktiven Gesundheitsschuhen. Durchstöbern Sie den Onlineshop von LaShoe und entdecken Sie die vielfältigen modischen Möglichkeiten, die Sie auch bei bequemen Schuhen haben: Seien es Ballerinas, Sneaker, Stiefeletten oder sogar Pumps.

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